The Sustainable Trust

Ist eine kleine, eingetragene Wohltätigkeitsorganisation in Cornwall / Süd-England, die sich ganz der Umwelt verschrieben hat und sowohl lokal als auch weltweit in Aktion tritt.

Kontakt: Pip Richards
Telefon: (+44) 1209 831718
e-mail: sustrust@aol.com
Web: www.sustrust.co.uk

Die Stiftung wurde 2001 gegründet, um 40 ha Laubwald auf einem Landgut in Cornwall zu verwalten. Während der ersten fünf Jahre konnte sich die Organisation durch den aktiven Einsatz der Begründer sich sichtbar diversifizieren und entwickeln.

Die Stiftung basiert auf den Grundlagen der privaten Initiative "Local Agenda 21", die nach dem Gipfeltreffen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro gegründet wurde. Deren Ziel ist es sich für eine nachhaltige umweltbewusste Entwicklung weltweit einzusetzen. Nach diesem Vorbild hat "The Sustainable Trust" ein lokales Netzwerk von engagierten Personen, unabhängig von Alter und Fähigkeiten, aufgebaut, welche sich für eine bessere und umweltbewusste Zukunft einsetzen.

Mit dem erstmaligen Waldprojekt hat es die Organisation geschafft, eine prachliegende Waldfläche auf dem Landgut auf ökologischen Wege für Erziehungszwecke zu nutzen. Dafür wurde an einer Lichtung eine Schulfläche eingerichtet, die auf einem ausgebauten Fussweg auch für jüngere und weniger mobile Besucher gut zu erreichen ist. Wuchernde Vegetation wurden gerodet und die Gehölzabfälle wurden bei wöchentlichen Veranstaltungen für junge Menschen für abendliche Lagerfeuer verwertet. Auch kostenlose Gemeindeveranstaltungen wie Vorführungen von traditionellen Holzverarbeitung (Bodging), Kunstworkshops und Naturwanderungen fanden in der 'Waldschule' bereits statt.

Das Projekt wurde von der 'Britischen Lotterie' als Beispiel vorgestellt, um darzustellen wie auch ein niedriger Spendenbetrag eine weitreichende Wirkung erzielen kann. Durch die Hilfe von Spendengeldern werden mittlerweile aus den überschüssigen Holzabfällen von dem besagten Waldgebiet Brenn- und Zeichenkohle hergestellt.

Die Stiftung organisierte eine Ausstellung mit dem Titel "Re-Inventing Rubbish" (Müll neu erfinden). Deren Ziel es war die Wiederverwertung von Abfall zu demonstrieren. Sozial benachteiligte Kinder bekamen die Möglichkeit während dieser Veranstaltung Workshops kostenfrei zu besuchen. Es wurde auch ein Kurzfilm für www.electricdecember.org darüber gedreht. In dem Film wird gezeigt wie man z.B. Weihnachtskarten und Geschenke aus wiederverwertbaren Materialien selber herstellen kann. Die Räumlichkeiten für die Workshops waren mit der Hilfe einer Gruppe von Schulkindern aus der näheren Umgebung aus Strohballen gebaut worden.

Im November 2004 unterstützte "The Sustainable Trust" den Bau für den Prototypen eines Ökohauses, das "RuralZED" (= Passivhaus für Landgemeinden).
Der Architekt Bill Dunster von der ZED-Fabrik (http://www.zedfactory.com)hat dieses preisgekrönte Design übernommen um das Problem von mangelndem bezahlbaren Wohnungsbau im Süd Westen von England anzugehen.

Mit dem Gedanken das Ökohaus-Projekt weiterzuverbreiten reisten Joe Fenn (Treuhänder der Stiftung) und Pip Richards (Verwalterin) noch im selben Jahr nach Sri Lanka, um dort den Erbau eines Öko-Dorfes mit der Hauptverwaltung für Umwelt und Entwicklung in Colombo zu besprechen. Ende Dezember entkamen sie nur knapp den zerstörerischen Tsunamiwellen in der Nähe von Paraliya im Süden des Landes. Im Februar 2005 kehrten sie mit Spendengütern, hauptsächlich Medikamente, in das Katastrophengebiet zurück. Sie verbrachten viel Zeit mit Personal von internationalen Hilfsorganisationen um aktiv mitzuhelfen und um sich mit den Menschen auszutauschen. Nach Meinung der beiden gingen die Hilfsaktionen nur sehr langsam voran und Spendengelder wurden teilweise uneffektiv eingesetzt.
Auf Grund dessen entschieden sich Mrs. Richards und Mr. Fenn zurück in ihrer Heimat Cornwall selber in Aktion zu treten und alles Mögliche in Bewegung zu setzen um mit potenzieller Hilfe nach Sri Lanka zurückzukehren.

Die Idee war es Arbeitsplätze zu erschaffen, was den Betroffenen helfen sollte in ihr normales Leben zurückzufinden. Daraus entstand das "Coir-Projekt" mit dem Leitspruch "From Poverty to Sustainability" (aus der Armut zur Nachhaltigkeit). "Grüne Vereine" und einige Unternehmen in Cornwall spendeten insgesamt £ 4.000 für diesen Zweck.
Die Coir (Kokosfaser) ist ein Abfallprodukt mit vielseitigen Verwertungsmöglichkeiten. Die
Palmen hatten den Tsunami weitgehend überlebt und standen den Einheimischen als nutzbares Naturprodukt zur Verfügung. Die Frauen aus den Dörfern konnten damit beschäftigt werden aus den Fasern der Rinde Seile zu verspinnen und diese wiederum weiterzuverwerten oder zu verkauft.

Neben der Unterstützung des "Coir-Projektes" wurde mit weiteren Spenden ein neues Eingangstor für eine betroffene Schule gebaut. Weitere £ 5.000 machte die Ausbildung einiger Frauen aus den Dörfern möglich und es konnten Hilfsmittel wie Nähmaschinen und benötigtes Nähmaterial gekauft werden.

In 2007 läuft eine Wanderausstellung unter dem Titel "Recovery". Es werden insgesamt 40 gerahmte A2-formatige Farbfotografien gezeigt, welche die Wiederaufbauarbeiten nach dem Tsunami darstellen.

Das jüngste lokale Projekt von "The Sustainable Trust" ist Geldmittel für den Kauf eines 2.5 ha grossen Grundstückes auf dem eine Ruine eines Quoits (Hünengrab) steht zu sammeln. Die Steinformation soll wieder errichten werden, um sie für Lehrzwecke zu nutzen und auf dem Landgut den Anbau von ursprünglichen Feldfrüchten und Saaten zu demonstrieren.

Die drei Treuhänder und die Verwalterin, Pip Richards, arbeiten alle ehrenamtlich. Jegliche anfallenden Kosten wie z.B. Reisekosten werden von jedem einzelnen persönlich getragen. Alle gespendeten Gelder fließen direkt und vollständig in die jeweiligen Projekte ein.
Mit mehr finanzieller Unterstützung könnte die Wohltätigkeitsorganisation noch sehr viel mehr in Bewegung setzen!